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13. Juli 2011

Die letzte Schweißnaht ist gesetzt, die Ostsee-Anbindungs-Leitung (OPAL) steht nun vor ihrer Fertigstellung. „Ins­beson­dere vor dem Hinter­grund der Energiewende in Deutschland hat das Erdgas­infrastruktur­projekt OPAL zusätzlich an Bedeu­tung gewonnen. Wichtig für die Versorgung der Hauptstadtregion ist es, dass in Brandenburg ein Teil des Erdgases aus der neuen Leitung aus­ge­speist wird. Die gut ausgebaute Erdgasinfrastruktur in Brandenburg kann künftig eine wichtige Rolle bei der Systemintegration der Erneuerbaren Energien spielen“, sagte Staatssekretär Henning Heidemanns.

 

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der WINGAS, Dr. Gerhard König, und Henning R. Deters, Vorstandsmitglied der E.ON Ruhrgas, gab Staatssekretär Heidemanns auf dem Gelände der OPAL-Verdichterstation in Baruth/Mark den Startschuss für die letzte von rund 50.000 Schweiß­nähten. Die mehr als 470 Kilometer lange Leitung zweigt bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern von der Ostsee Pipeline Nord Stream ab und führt bis an die Deutsch-Tschechische Grenze.

 

„Besonders erfreulich ist es, dass die Pipeline auch eine Grundlage für eine leistungsfähige Kommunikationsinfra­struktur darstellt. Denn die Lichtwellenleiter, die für die Überwachung der Erdgas­ströme verlegt wurden, können auch für die öffentliche Telekommunikation mit genutzt wer­den. Sie tragen dazu bei, die DSL-Anbindung in den ländlichen Regionen entlang der Trasse zu verbessern“, erläutere Staatssekretär Heidemanns.

 

Bis zu 2.500 Arbeiter hatten seit Septem­ber 2009 zwischen Ostseeküste und Erzgebirge über 26.000 rund 18 Meter lange und 15 Tonnen schwere Rohrsegmente verlegt. Nach einer Test­phase wird die Pipe­line im Herbst zusammen mit der Ostsee-Pipeline Nord Stream in Betrieb genommen. Insgesamt haben WINGAS und E.ON Ruhrgas über eine Milliarde Euro in das Energieinfrastrukturprojekt investiert.