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12107 Berlin
Deutschland
1900/01 wurde das Gaswerk Mariendorf durch die Imperial Gas Association (ICGA) erbaut. Die Anlage war zu dieser Zeit die größte, modernste und technologisch fortschrittlichste Gasanstalt im Berliner Raum. Die erhaltenen Gebäude demonstrieren anschaulich, wie ein Gaswerk der Jahrhundertwende ausgesehen hat und welche Verfahren und Arbeitsabläufe bei der Herstellung von Stadtgas zum Einsatz kamen. Die Gebäude sind in einem der norddeutschen Backsteingotik frei nachempfundenen Stil gehalten.
1906 wurde das Gaswerk an den neueröffneten Mariendorfer Hafen angebunden und somit einen direkten Zugang zum märkischen Wasserstraßennetz, was die Anlieferung der Kohle vereinfachte. Als englisches Unternehmen wurde die ICGA nach dem Ersten Weltkrieg liquidiert, das Gaswerk kam 1918 an die Deutsche Gasgesellschaft und 1923 an die Städtische Gaswerke AG (GASAG).
Nach dem Ende der Gaserzeugung mit Kohle, wurde hier Gasherstellung aus Leichtbenzin und Methanol verwand. Nach der Umstellung von Stadtgas auf Erdgas verlor das Werk dann endgültig seine Bedeutung.
| Überblick | |
|---|---|
| Baujahr | 1900 |
| Frei ab | sofort |
| Typ | Gaswerk |
| Bundesland | Berlin |
Drory, Edward: Das Gaswerk Mariendorf bei Berlin, in: Journal für Gasbeleuchtung und Wasserversorgung 46 (1903), S. 577 ff.
Die englischen Gasanstalten, insbesondere das Gaswerk Mariendorf, in: Ingenieurwerke in und bei Berlin, Festschrift zum 50jährigen Bestehen des Vereines deutscher Ingenieure, gewidmet vom Berliner Bezirksverein deutscher Ingenieure, hrsg. v. Alexander Herzberg und Diedrich Meyer, Berlin 1906, S. 265-286
Bärthel, Hilmar: Die Geschichte der Gasversorgung in Berlin. Eine Chronik, hrsg. von der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin 1997, S. 51-52, 137-142.